Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte unser Apostel an den Weihegottesdienst des neuen Kirchengebäudes in Celle. Er wünschte der Gemeinde damals, dass diese Kirche mit Lobpreis und Anbetung angefüllt sei. Das Eingangslied des Chores in diesem Gottesdienst greife diesen Wunsch auf. Es führe dann auch gleich hinein in das Bibelwort des Gottesdienstes. Der Apostel berichtete von einem Sonnenuntergang während seines Urlaubs, in dem die Elemente miteinander scheinbar verschmolzen, ganz leise und still. Dies sei für ihn ein Sinnbild für den Lobpreis Gottes. Es passiere jeden Abend und häufig nehme man es nicht wahr. Manchmal verdeckten auch Wolken und Regen Sonnenauf- und -untergänge. In der Heiligen Schrift fänden sich viele Beschreibungen und Bilder von Gott, um dessen Vielfalt zu beschreiben. Dennoch könne man ihn nicht in einen Rahmen pressen. Er bleibe für uns unverständlich und unfassbar. Gott sei in jedem Gottesdienst im Wort, im heiligen Abendmahl und im Segen zugegen - welch unfassbares Glück! Gott könne für uns auch ein Ruhepol sein, er sei für uns „berechenbar“, da er verlässlich sei. In der schnelllebigen Zeit seien Dinge heute so und morgen schon wieder ganz anders - es herrsche vielfach keinerlei Verlässlichkeit. Wie gut sei es da, dass wir uns auf unseren großen Gott verlassen könnten! Er verändere seinen Plan nicht.
Gott sei auch nicht kompliziert. Dies zeige sich am kindlichen Glauben, den Christus in den Mittelpunkt gestellt habe. So einfach könne Glaube sein. Manchmal machten wir es unnötig kompliziert in dem Versuch, Gott zu verstehen. Gott dränge sich dabei nicht auf, sondern er sage „wenn du möchtest, bin ich da“.
Der Beginn des Werkes Gottes in uns habe mit der Wiedergeburt aus Wasser und Geist stattgefunden. Dieses sei das erste Verhältnis der Nähe von Gott zu uns, sozusagen der Funke des Beginns - und damit die Voraussetzung, um in das Reich Gottes zu kommen. Dabei blieben wir aber nicht stehen. Dies sei nur der Beginn eines Prozesses, eines Weges in uns. Es fände Entwicklung statt. Die Heilige Schrift nenne viele entwicklungsfähige Gaben, der Apostel griff dann zwei hinaus: Güte (wie betrachte ich den anderen, der Blick auf den Nächsten) und Frieden im Herzen (der eigene Frieden im Herzen in der Beziehung zum Nächsten).
Güte habe nichts damit zu tun, alles zu tolerieren und zu sagen „das ist schon ok, ich möchte ja gütig sein“. Jesus habe nicht angeklagt, aber er habe aufgefordert und gesagt „sündige hinfort nicht mehr“. Anderen Menschen in Güte zu begegnen, sei ab und an eine beträchtliche Herausforderung. Manchmal helfe eine Unterhaltung mit dem Nächsten, um dessen Standpunkt zu verstehen. Den Frieden im Herzen dürften wir in jedem Gottesdienst erleben - wenn keine Sünde mehr die Verbindung mit Gott hindere. Diesen Frieden meine auch Christus, wenn er von „seinem“ Frieden spreche.
Abschließend legte der Apostel den Fokus auf unsere Zukunftshoffnung, die ewige Gemeinschaft mit Gott und die damit verbundene Herrlichkeit! Der Bezirksälteste Filler ergänzte anschließend das Dienen des Apostels und unterstrich die Verlässlichkeit Gottes noch einmal, in diese Beziehung könne man sich „fallen lassen“. Maranatha - unser Herr kommt!
Im Anschluss an das heilige Abendmahl folgte dann das „Geschenk“ für die Gemeinde Celle: Unser Bruder David Zimmermann wurde durch unseren Apostel zum Diakon ordiniert. Der Apostel betonte in der Ansprache zur Ordination, dass Gott helfe, auch wenn Dinge unmöglich erschienen. Das Diakonenamt sei ein Amt mitten in der Gemeinde - der liebe Gott möge ihn immer an Stellen führen, wo er gebraucht werde. Er wies noch einmal auf die Aufgaben eines Diakons hin, Wortverkündigung und Segensspendung.
Neuapostolische Kirche